Moin Moin! – Ein Wochenende in Hamburg

Vor ein paar Wochen waren eine Freundin und ich in Hamburg – eine der schönsten Städte Deutschlands, wie ich finde!

Anfangs war die Reise leider nicht mit Glück gesegnet, da genau an dem Wochenende eine Messe stattfand und somit alle Hostels, Hotels, Airbnb-Angebote o. Ä. restlos ausgebucht waren. Dank einer früheren Klassenkameradin haben wir in letzter Minute aber zum Glück doch noch einen Schlafplatz in ihrer WG in St. Pauli bekommen, an dieser Stelle also noch einmal vielen Dank!

Um Punkt Mitternacht waren wir, nachdem wir uns verfahren hatten, endlich angekommen. Von riesigem Hunger heimgesucht haben wir dann so spät geöffnet leider nur noch eine Dönerbude gefunden. Dort gab es neben Tzatziki und Cocktailsoße Currysoße! Hört sich seltsam an, musste aufgrund von Neugierde aber probiert werden und wurde für gut befunden.

Am nächsten Tag sind wir mit gutem Wetter zum Jungfernstieg gefahren und ein bisschen durch die Stadt gebummelt. Wir sind uns beide einig: Hamburg ist so furchtbar schön und so groß und geräumig! Jedoch angenehm groß, nicht wie Berlin, wo mir alles etwas zu groß ist. Mir gefällt besonders gut, dass man eigentlich immer am Wasser ist, nicht wie in Köln, wo man immer erst „runter zum Rhein“ muss.

Meine Aufmerksamkeit hat direkt ein kleiner Laden namens Mutterland auf sich gezogen, ein Delikatessenladen mit vielen schönen Leckereien, die ansprechend gestaltet und präsentiert werden. Schokolade, Kakao, Kaffee, Marmelade, Öle, Gewürze – alles was mein Herz begehrt. Ich habe wirklich eine Schwäche für solche Geschäfte! Alles zwar ein bisschen kostspieliger, jedoch durchaus leistbar ohne sich in riesige Unkosten zu stürzen. Vorbeischauen lohnt sich!

Eine kleine Stärkung haben wir uns dann bei Blockhouse gegönnt: einen N. Y. Cheeseburger, den ich echten Burgerfans wie mir niemals weiterempfehlen würde. Der „Burger“ war eine Scheibe Baguette mit Salat, Tomate, Patty und Käse überbacken. Dazu gab es Pommes Frites und eine Portion Coleslaw, letzteres glich von der Menge ein Drittel meiner Handfläche. Und das für stolze 10,90 Euro, da war ich echt enttäuscht. Geschmacklich war es okay, nichts besonderes aber wenigstens kein totaler Reinfall.

Danach haben wir uns die Speicherstadt angesehen und sind an der Elbe entlang spaziert.

Nachmittags hatten wir dann spontan Lust auf Kaffee und Kuchen und haben über Yelp das süße kleine Café Zuckermonarchie in St. Pauli entdeckt. Gelockt von diesem originellen Namen, wurden wir nicht enttäuscht: dort gibt es Cupcakes, Macarons, Cake Pops, Tartes, Tartelettes und Torten. Alles ist mit so viel Liebe gemacht, von den Speisen bis zur Einrichtung und der Dekoration – man fühlt sich beim Hereinkommen einfach sofort wohl (ich weiß schon wer die Candy Bar machen darf, wenn ich heirate!). Besonders empfehlen kann ich den hausgemachten Eistee, der so so so lecker und erfrischend ist.
Und weil wir uns ein bisschen (ein bisschen sehr) in das Café verliebt haben, sind wir am nächsten Morgen zum Frühstück noch einmal wieder gekommen. Der kleine Laden ist fast aus allen Nähten geplatzt, anscheinend gehen die Bewohner Hamburgs dort gern frühstücken – das spricht ja schon einmal für sich. Wir wollten trotz Platzmangels aber unbedingt dort frühstücken und haben ganz vorsichtig gefragt ob es denn noch irgendwie Stühle im Keller gibt und tada, fragen lohnt sich – tatsächlich war es so und wir konnten doch noch Platz nehmen!

Gestärkt vom Frühstück, anschließend noch einen Cake Pop und einen Cupcake to go, sind wir dann auf einen Flohmarkt in Barmbek gegangen, der zuerst eher uninteressant aussah, und dann doch einige Schätzchen bereit hielt. Zwei tolle CDs habe ich ergattert: BRAVO Hits 6 mit u. a. Ace of Base und DJ Bobo und The Dome 8 mit u. a. Oli P., Vengaboys, Liquido, ATB, *NSYNC und Falco. Wer mich kennt, weiß ja, dass ich total auf Musik aus den 90ern stehe und jetzt überglücklich bin!

Als nächstes ging es dann in den Park Planten un Blomen, eine riesige Grünfläche inmitten von Hamburg, wo es allerlei zu sehen und eine Menge Freizeitangebote gibt. Aufgrund von Zeitmangel haben wir uns dann für die Schaugewächshäuser entschieden, wo es viele interessante tropische Pflanzen zu entdecken gibt.

Der letzte Halt war dann Fisch essen gehen, natürlich, wenn man denn schon einmal im Norden ist. Ausgesucht haben wir uns dafür Karofisch in St. Pauli, auf den ersten Blick ein Imbiss, auf den zweiten Blick besser als ein Imbiss. Meine Freundin hatte einen Salat mit Fisch, meine ehemalige Klassenkameradin hatte einen Salat ohne Fisch und ich hatte Lachs mit Grillkartoffeln. Da gibt es eigentlich nicht viel zu sagen außer: hat gemundet, gesättigt und glücklich gemacht.
Ich wünschte, man könnte auch in Köln so richtig schön Fisch essen gehen!

Sogar die Bahnhaltestelle in Hamburg ist schön, im angesagten (Reverse) Ombré-Look!

Ich kann nur nochmal wiederholen, dass Hamburg echt eine verdammt schöne Stadt und unbedingt einen Besuch wert ist. Manchmal gibt es ja so Städte, die einem direkt sympatisch sind – Hamburg ist eine davon. Ich hoffe, dass ich noch öfter die Gelegenheit bekomme dort vorbeizuschauen.


Karofisch Feldstraße 32, 20357 Hamburg
Mutterland Ernst-Merck-Straße 9, 20099 Hamburg
Planten un Blomen St Petersburger Straße 28, 20095 Hamburg
Speicherstadt Am Sandtorkai 36, 20457 Hamburg
Zuckermonarchie Taubenstraße 15, 20359 Hamburg

/ Mit diesem Beitrag nehme ich an der Blogparade „Die besten Tipps für Städtetrips“ des Jo Igele Reiseblogs teil.

5 Kommentare

  1. Hamburg ist wirklich eine der tollsten Städte Deutschlandes. Ein ganz toller Städtebeitrag! Und das Café! Hinreißend! Der Name ist allein schon zuckersüß 😀
    Liebe Grüße,
    Farina

  2. Pingback: Tschüss 2014! – Mein Jahresrückblick | DANYPIZZA

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