Cake Pops für Clara

Cake Pops sind ja in aller Munde oder eher waren – eigentlich sind sie schon wieder gar nicht mehr so trendy, oder? Trotzdem wollte ich auch einmal welche backen, man muss ja alles einmal gemacht haben. Ich war halt schon immer ein Spätzünder, das war früher mit den ersten Jungsgeschichten auch schon so.

Als Claras Geburtstag vor der Tür stand, war also endlich die Gelegenheit gekommen meine Cake-Pops-Premiere zu feiern.

Cake Pops gibt es ja in allen Farben und Formen, meist kommen sie in rosa daher, womöglich noch mit Glitzerquatsch. So wäre es am einfachsten gewesen, aber da Clara nicht auf typischen Mädchenscheiß steht, wollte ich ihr das auch nicht unbedingt zumuten.
Was für Farben außer schwarz sie denn nun genau mag, konnte ich mir aber auch nirgends ableiten – schwarze Grufti-Cake-Pops wollte ich dann aber auch nicht machen.
Das einzige Indiz für mich war ihr blau gestrichenes Zimmer, also sollten die Cake Pops blau/türkis werden. Die Farbe, von der sie ständig umgeben ist, kann ja nicht großartig verkehrt sein. Und als Kontrast dazu sollten weiße Cake Pops dienen.

Gemacht habe ich sie nach diesem Rezept, lediglich den Vanilleextrakt habe ich weggelassen und dafür einfach Vanillemark benutzt – schmeckt genau so gut.

Cake Pops

Zutaten:
Teig: 250 g Butter, 200 g Zucker, 4 Eier, 250 g Mehl, 1 TL Backpulver, 1 Vanilleschote, 1 Prise Salz

Frosting: 75 Butter, 125 g Frischkäse, 1 1/2 Vanilleschoten, 150 g Puderzucker

Dekoration: 150 g weiße Kuvertüre, 1 1/2 Vanilleschoten, Zuckerstreusel, evtl. Kokosfett

Zubereitung:
1. Teig: Die weiche Butter mit Zucker cremig schlagen, dabei nach und nach die Eier dazugeben.
In einer anderen Schüssel Mehl, Backpulver, Vanillemark und Salz mischen, in das Buttergemisch sieben und einmal schön durchmixen.

Den Teig in eine gefettete Kuchenform geben und für ca. 45 Minuten bei 180° C backen.

Den Kuchen nach dem Backen auskühlen lassen, die „Rinde“ abschneiden und das vom Kuchen übriggeliebene in einer Schüssel zerdrücken bis von dem nur noch kleine Krümel übrig sind.

2. Frosting: Die weiche Butter mit dem Frischkäse cremig schlagen, das Vanillemark und Puderzucker dazugeben und noch einmal durchmixen.
Das Frosting in die Schüssel mit den Kuchenkrümeln tun und zermatschen.

Aus dem Teig-Matsch Cake-Pop-Kugeln formen und eine Stunde lang in den Kühlschrank stellen.

3. Glasur: Die Kuvertüre im Wasserbad schmelzen, Vanillemark dazu tun und gut vermischen. Die Spitze Cake-Pop-Stiels in die Kuvertüre tauchen und die zuvor geformten Kugeln aufspießen. Die Kuvertüre an dem Stiel dient als „Klebstoff“ damit die Kugeln nicht direkt wieder runterfliegen. Damit der „Klebstoff“ fest wird und hält, das gerade produzierte Gebilde noch einmal für eine halbe Stunde in den Kühlschrank (oder 10 Minuten ins Gefrierfach) stellen, dann mit der Kuvertüre überziehen und mit Zuckerstreuseln dekorieren.

Als es ans Überziehen der Cake Pops ging, habe ich die erwärmte Kuvertüre in zwei Schüsseln aufgeteilt und die eine Portion mit türkisfarbener Lebensmittelfarbe eingefärbt.
Schlau war das nicht – eigentlich sollte das nicht funktionieren, da weiße Kuvertüre so einen hohen Fettgehalt hat, dass man keine Lebensmittelfarbe unterrühren kann bzw. die Kuvertüre dadurch verklumpt. Aber da ich keine für mich akzeptable Alternative gefunden habe (an Fondant traue ich mich noch nicht heran und mit Buttercreme wollte ich die Cake Pops auch nicht einschmieren), habe ich es einfach einmal versucht und siehe da, es hat seltsamerweise sogar geklappt. Die Kuvertüre ist lediglich zwischendurch ein wenig zu fest geworden, dem habe ich mit ein wenig Kokosfett Abhilfe geschaffen.
Dazu muss ich aber auch sagen, dass ich nicht die gewöhnlichen Billig-Lebensmittelfarbetuben aus dem Supermarkt verwende, vielleicht wäre das damit vollkommen in die Hose gegangen.
Ich schwöre auf die Paste von Sugarflair, den Tipp habe ich von einer sehr backtalentierten Freundin bekommen. Die kostet zwar ein bisschen mehr, ist dafür aber auch sehr ergiebig, da man mit nur einer Messerspitze schon sensationelle Farben erzielt. Und praktisch ist, dass man die Intensität der Farbe durch das Dosieren der Paste bestimmen kann.

Überziehen geschafft, Küche und Dany total vollgesaut? Dann kann es ja weitergehen, mit Zuckerstreuseln! Leider habe ich keine rein blauen und keine rein weißen gefunden – die bunten wollte ich aber auch nicht nehmen, da das ja nicht mehr in mein Farbkonzept gepasst hätte. Da bin ich ein bisschen zu perfektionistisch gewesen, also blieb mir nichts anderes übrig als bunte und rosa-weiße Zuckerstreusel zu kaufen und mühsam alle blauen und weißen herauszusortieren.
Nun habe ich eine Packung Zuckerstreusel ohne blaue Streusel und eine Packung Zuckerherzen ohne weiße Streusel im Regal stehen – ich bin bestens gewappnet für den Tag an dem ich für jemanden backen möchte, der unter einer Blau- oder Weißphobie leidet!

4 Kommentare

  1. Ohhhh Danny 😀 danke für die tollen Cake Pops, sie waren wirklich toll, wenn auch ganz schön mächtig, eingefroren schmecken sie übrigens auch toll <3

  2. Liebe Danny,
    deine Cakepops sehen so toll aus – türkis ist wirklich mal etwas Anderes! Und Respekt, dass du dir die Mühe gemacht hast, die Streusel einzeln auszusortieren 😉 Für das Färben der Glasuren habe ich auch noch keine richtige Lösung gefunden, aber bei dir scheint es ja gut geklappt zu haben!
    Liebe Grüße,
    Sarah

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