Alltagsstress, Spazierengehen als Therapiemittel und Fotos

Mir wird immer öfter bewusst, wie hektisch ich eigentlich durch meinen Alltag hetze.
Alles muss schnell gehen: schneller Schritt – ich muss die Bahn ja noch erwischen. Schnelles Essen – es müssen noch tausend Dinge erledigt werden. Schnelle Konversationen – es müssen noch tausend mehr Dinge erledigt werden. Immer mit nervösem Blick auf die Uhr. Tagein tagaus.
Manchmal merke ich es und versuche alles langsamer und entspannter anzugehen, calm down. Manchmal merke ich es leider nicht. Tick tack, tick tack – dass alles schnell gehen muss, habe ich einfach schon viel zu sehr verinnerlicht.

Spazierengehen wirkt Wunder. Einfach einmal ohne einen bestimmten Grund durch die Welt gehen, den Kopf frei machen, Kleinigkeiten in der Umwelt wahrnehmen und ihnen Aufmerksamkeit schenken. Kleinigkeiten, die man in der Hektik des Alltags übersieht.
Ich gehe leider viel zu selten einfach so spazieren, dabei habe ich dafür zwei gesunde Beine und doch nutze ich sie nur um (hektisch) von A nach B zu kommen.

Am Samstag sind eine Freundin und ich am Rhein entlang spaziert und haben gequatscht. Das klingt vielleicht reichlich unspektakulär (immerhin tut man in diesem Moment ja nichts „sinnvolles“ – im Alltag bleibt keine Zeit für so etwas) aber ich fand es ziemlich schön.
Eine kleine Auszeit, die ich mir viel öfter nehmen muss.

Gutes Wetter hatten wir auch (Regen im August und Sonne im November, diese Welt ist echt nicht mehr zu retten), das haben wir gleich mal genutzt und Fotos gemacht. Es kann ja nicht schaden von Zeit zu Zeit mal richtige Fotos (und nicht einfach billige Selfies) von sich zu sammeln.
Letztens beim Festplatte aufräumen habe ich bemerkt, dass meine Sammlung an Fotos inzwischen zehn Jahre umfasst und es einfach überraschend und lustig anzusehen ist, wie Freunde und man selbst sich im Laufe der Zeit verändern. Ich könnte Stunden damit verbringen mir alte Fotos anzuschauen und in Erinnerungen zu schwelgen!


Fotos: Elena H. Photography

2 Kommentare

  1. Liebe Danny,
    das mit der Hektik kenne ich auch, obwohl ich meist eine gute Antenne dafür habe – nur hilft es eben nicht immer. Spazierengehen und ein wenig Reden mit Freunden ist da wirklich gut. Überhaupt ist ein Gespräch bzw. einfach ein Besuch bei Freunden oder Verwandten dafür ziemlich gut, weil man gar keine andere Wahl hat, als „abzuschalten“. Was ich auch richtig gerne mag, ist Radfahren, denn dabei muss ich mich auf der Heimfahrt z.B. von der Uni so auf den Verkehr konzentrieren, dass ich überhaupt nicht zum Nachdenken komme und der Kopf mal so richtig schön frei ist!
    Liebe Grüße,
    Sarah

    • Oh ja, Radfahren mag ich auch sehr gerne! Und dann hat man sogar was gutes für sich getan, ganz nebenbei. Leider wurde mir mein Fahrrad geklaut (dabei habe ich extra ein richtig altes hässliches erstanden, damit das eben nicht passiert), da muss ich mir unbedingt mal ein neues kaufen demnächst 🙁

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