Fudge Brownies mit Aubergine aus Paleo – make it sweet von Karine Gohr

Wie ihr sicher schon mitbekommen habt, bin ich ein kleines Süßmaul. Neben kleinen sehr krassen Ausreißern versuche ich aber trotzdem so gut es geht nur naturbelassene Sachen zu essen um meinen Hunger auf Süßes zu stillen.

Ich liebe Kochücher, wenn das Editorial Design stimmt, ist es so schön etwas in der Hand halten und durchblättern zu können – da können die zwar schnellen und praktischen Rezepte aus dem Internet meiner Meinung nach nicht mithalten.
Lange stand daher schon das Buch Paleo für Schokoladen-Fans von Kelly V. Brozyna auf meinem Wunschzettel, denn ich wollte ein Kochbuch für süße Naschereien haben, die mit naturbelassenen Lebensmitteln gebacken werden.
Als ich mir besagtes Kochbuch letztens nun endlich mal gönnen wollte, stieß ich auf ein gerade erschienenes Kochbuch: Paleo – make it sweet von Karine Gohr. Zugegeben, so neu ist es mit Erscheinungsdatum September 2015 nicht mehr aber ich bekomme halt echt irgendwie nie etwas mit, daher durfte das Schätzchen jetzt ziemlich verspätet erst bei mir einziehen.

Als ich die Wahl zwischen beiden Büchern hatte, habe ich mich nach langem Überlegen für zweiteres entschieden, da ersteres seinen Fokus auf Schokolade und zweiteres generell auf Süßes hat.
So richtig neugierig gemacht hat mich letztendlich, dass Karine Gohr in ihren Rezepten mit Gemüse wie Aubergine, rote Bete, Süßkartoffeln und Zucchini süße, ja sogar schokoladige Kuchen backt. Sie nutzt die Konsistenz dieser an sich relativ neutral schmeckenden Gemüsesorten um ihre Kuchen saftig zu machen.
Weitere Zutaten sind ansonsten in der Paleo-Küche oft verwendetes wie Kokosmehl, Kokosblütenzucker, Mandelmehl usw. Bis auf ein paar weitere Zutaten wie Erdmandelmehl, Kastanienmehl, Tapiokastärke muss ich also fast nichts zusätzlich kaufen.

Schön finde ich, dass auf den ersten Seiten des Buches die ganzen Paleo Basics für Neulinge erklärt werden, außerdem welche Zutaten und welches Küchenzubehör man parat haben sollte. Ganz hinten sind noch Bezugsquellen für die Zutaten angegeben.
Dazwischen warten 100 toll aussehende Rezepte darauf ausprobiert zu werden: von Kuchen und Torten über Crème Brûlée, Keksen, Waffeln bis hin zu verschiedenen Aufstrichen, Cremes und Soßen ist alles dabei, was das süße Herz begehrt.
Fans von französischem Gebäck kommen hier auch auf ihre Kosten: da die Autorin französische Wurzeln hat, finden sich in dem Buch auch Rezepte für Clafoutis, Crêpes und Madeleines und vielen weiteren französischen Naschereien, die ich nicht aussprechen kann – ich hatte nämlich Großes vor als ich in der Schule Latein statt Französisch gewählt habe, ich wollte doch tatsächlich einmal Medizin studieren!

Ganz oben auf meiner Ausprobieren-Liste stehen Fudge Brownies aus Aubergine, Schokokuchen aus Süßkartoffeln, Schoko-Muffins aus Zucchini und heiße weiße Schokolade – ich bin einfach so neugierig ob das Backen mit Gemüse und alternativen Mehlen wirklich klappt und gut schmeckt.

Heute mache ich den Anfang mit den Fudge Brownies aus Aubergine, denn dieses Rezept kommt mir am spanischten vor. Ich meine… hallo?! Aubergine? Das ist schon ein bisschen pervers, oder?

Fudge Brownies aus Aubergine

Zutaten:

  • 400 g Auberginen
  • 300 g dunkle Schokolade (70% Kakaoanteil)
  • 80 g Kokosblütenzucker
  • 80 g Ahornsirup
  • 3 Eier
  • 50 g Kakaopulver (ungesüßt)
  • 20 g Maniokmehl
  • 30 g Kastanienmehl
  • Salz
  • Vanille (gemahlen)
  • 1/2 TL Zimt
  • 2 TL Backpulver

Zubereitung:
Mit einer Gabel die Auberginen einstechen und bei 180 °C für 45 Minuten in den Ofen stellen. Das Fruchtfleisch aus der Schale holen und beiseite stellen.
Backpapier in eine für Brownies geeignete Form legen.
Die Schokolade klein hacken und in einer ofenfesten Form im Ofen schmelzen lassen.
Das Fruchtfleisch der Aubergine mit Ahornsirup, Eiern und Kokosblütenzucker verrühren und die geschmolzene Schokolade dazugeben.
Backpulver, Kakaopulver, Mehle, eine Prise Salz, eine Prise Vanille und den Zimt vermengen und in die vorher angerührte Schokoladenmasse sieben.
Das Ganze gut verrühren, in die Backform geben und 35 Minuten backen.
Ggf. etwas länger backen, wenn die Brownies nach der angegebenen Zeit noch nicht durch sind (Stäbchenprobe).

Als ich den Teig zubereitet hatte, kam das Süßmaul in mir wieder hervor und ich schleckte leidenschaftlich die Schüssel sauber. Beim Backen finde ich den rohen Teig ja immer einen Ticken besser als das Endergebnis – ein Wunder, dass ich noch nie nur den Teig zubereitet habe um diesen dann komplett zu verschlingen.
Der Teig der Brownies war also schon mal vorzüglich, ich war also optimistisch.

Zu probieren gab ich dieses Experiment dann auch meinem Freund, wir fanden: schokoladig, saftig und nicht so ekelhaft süß. Da wir aber beide von der geheimen Zutat wussten, war ich mir nicht so sicher ob unsere Gehirne da nicht Schabernack mit uns treiben. Daher packte ich noch ein paar Brownies ein, fuhr zu den Schwiegereltern und ließ diese ohne Vorwarnung kosten – ebenfalls für lecker befunden und auf Aubergine als Zutat wären diese niemals gekommen.

Die Fudge Brownies sind so saftig und schokoladig und glänzen oben drauf verführerisch schokoladig. Am nächsten Tag haben sie mir sogar noch besser geschmeckt – verdrücken kann man davon aber nur einen (ja, selbst ich!), denn sie sind sehr mächtig.

Und, traut ihr euch das Rezept nachzubacken?

4 Kommentare

  1. Liebe Dany,

    ich hatte schon auf instagram kommentiert, dass ich mir das echt nur schwer vorstellen kann, aber das hat gar nichts zu sagen 🙂 Ich bin Neuem gegenüber sehr offen und freue mich über solche Inspirationen. Auch wenn die Menge an Auberginen schon ganz schön was ist. Ich habe früher sehr gerne Karottenkuchen gebacken und wenn ich dann gesagt habe, da sind Möhren drin, wollte keiner probieren, dabei ist der Möhrenkuchen ein Traum. Der Kopf macht eienem da manchmal einen Strich durch 😉

    Liebe Grüße, Bee

    • Möhrenkuchen mochte ich früher auch nicht so gern (vielleicht auch eher wegen des Gedankens, dass da Möhre drin ist) aber inzwischen finde ich ihn ganz lecker! Jetzt hätte ich Lust mal einen zu backen, das habe ich bisher noch nie gemacht 🙂

  2. Liebe Dany,
    toll, dass Deine Neugier gesiegt hat 🙂 Es hat sich gelohnt: die Brownies sehen klasse aus! Sehr schöne Fotos! Danke für Deine tolle Rezension, ich freue mich darüber sehr 🙂
    Liebe Grüße in die hässlichste Stadt der Welt (da bin ich übrigens geboren 😉 )
    von Karine

    • Vielen Dank, die Freude ist ganz meinerseits! 🙂

      Oh, was für ein witziger Zufall! Da hast du es mit Hamburg jetzt aber auf jeden Fall besser getroffen 😉

Kommentar verfassen