Amanohashidate – eine wunderschöne Landschaft am Meer

Mit Tokyo und Kyoto hatte ich wirklich sehr viel Stadt und Trubel gesehen, daher gab es zwischendurch als Ausgleich mal einen Tagesausflug ans Meer – von Kyoto aus ging es mit dem Zug in den Norden nach Amanohashidate.

Morgens vor der Abfahrt habe ich mir am Bahnhof ein Bento (also eine Lunchbox mit mehreren Innenfächern, die mit verschiedenen Speisen gefüllt sind) für die Zugfahrt gekauft. So machen die Japaner das wohl und wenn ich schon schmerzlich auf irgendwelchen Reisstroh-Matten schlafe, kann ich das ja auch noch eben machen. Das Bento-Prinzip mit den verschiedenen Speisen mag ich nämlich sehr gerne: als ich noch nicht in Aachen gewohnt habe, habe ich mir sowas ähnliches manchmal für die Uni vorbereitet. Jetzt wohne ich in der Nähe der Uni und kann zwischendurch nach Hause gehen, daher bietet sich das leider nicht mehr an. Dafür drehe ich jetzt manchmal meinem Freund sowas für die Arbeit an – er denkt zwar dass ich befürchte, dass er verhungert aber vielleicht habe ich auch einfach nur sehr viel Spaß am Vorbereiten einer Lunchbox 😀
Naja, jedenfalls hatte dann im Zug seltsamerweise sonst keiner ein Bento.

Amanohashidate gehört zu den drei schönsten Landschaften Japans und bedeutet übersetzt Himmelsbrücke – klingt das nicht malerisch?
Ich glaube, dass ich noch nie das Wort „malerisch“ verwendet habe um etwas zu beschreiben. Ich habe beim Schreiben dieser Zeilen lange überlegt wie ich die Kulisse von Amanohashidate beschreiben soll – mir ist aber leider wirklich kein besseres Wort eingefallen.

Das Besondere an Amanohashidate ist eine 3,6 Kilometer lange mit Kiefern bepflanzte Sandbank, bei der es sich um diese sogenannte Himmelsbrücke handelt. Mit einem Eis in der Hand bin ich ans andere Ende spazieren gegangen – durch den Schatten der vielen Kiefern war das bei den heißen Temperaturen und der hohen Luftfeuchtigkeit einigermaßen erträglich. Zurück wollte ich die 3,6 Kilometer aber dann auch nicht mehr laufen also ging es mit einem Boot zurück.

Ansonsten habe ich mir da noch kurz den Tempel Chion-ji angeschaut, habe ganz viel Eis gegessen und war am Strand bevor es abends wieder zurück nach Kyoto ging. Wahnsinnig viel habe ich in Amanohashidate also nicht erlebt – es war jedoch sehr entspannend mal aus der Großstadt rauszukommen, das wunderschöne Meer anzugucken und einfach nichts zutun. Daher heute mal keine vielen Worte sondern einfach ein paar bildliche Eindrücke.


3 Kommentare

  1. Wunderschöne Bilder, liebe Dany. Ich kann mir sehr gut vorstellen, dass die Großstädte in Japan voll sind, gepaart mit einer leichten Hektik. An sich sind Japaner aber doch recht angepasst und kontrolliert, zumindest empfinde ich das, wenn ich Japaner hier in D erlebe. Bentobox, eine feine Sache 😀 hätte ich auch gerne

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